Seit Mai 1984 bieten wir für InteressentInnen aus sozialen, pädagogischen, tänzerischen und therapeutischen Berufen tanztherapeutische Fortbildungen an. Das erste Modul beabsichtigt, eine intensive Fortbildung in den Konzepten, Methoden und Techniken der Integrativen Tanztherapie zu geben. Es ermöglicht durch seinen Aufbau ein persönliches Erfahren und eine Erweiterung des Wissens über tanztherapeutische Arbeitsweisen in einer kontinuierlichen Lerngruppe. Das Modul 1 wendet sich als Fortbildung an diejenigen, die in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld und entsprechend ihrer Ausbildung mit den Methoden und Techniken der Tanztherapie kontextbezogen arbeiten möchten. Eine entsprechende Eignung ist Voraussetzung für die Teilnahme (siehe Anmeldebedingungen). Die Seminare sind so konzipiert, dass sie neben Selbsterfahrung und Training auch theoretische Anteile enthalten.
Berlin, Erlangen, Köln, Tübingen
5 Wochenkurse (je 40 Unterrichtsstunden á 45 Minuten, Mittwoch bis Sonntag) 3 Wochenendkurse (je 18 Unterrichtsstunden á 45 Minuten). Diese werden auf einen Zeitraum von etwa zwei Jahren verteilt.
Die Fortbildung wird durch ein langjährig erfahrenes Trainerinnenteam geleitet. Die Trainerinnen leiten die Gruppe in der Regel zu zweit. Das Leitungsteam wechselt im zweiten Jahr.
3 Wochenkurse (je 40 Unterrichtsstunden á 45 Minuten) . Abschluss nach bestandener Prüfung mit dem Titel „LeiterIn für therapeutischen Tanz“
etwa 2 Jahre
2.400,- Euro
Die Kosten werden der jährlichen Teuerungsrate angepasst. Ratenzahlung ist möglich.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene oder fortgeschrittene berufliche Ausbildung im sozialen, pflegerischen, pädagogischen, therapeutischen oder tänzerischen Bereich. Sonderregelungen bedürfen eines Beratungsgespräches (schriftliche Anfragen an das Sekretariat). Therapieerfahrung ist keine Voraussetzung für die Aufnahme. Es ist jedoch erwünscht, dass die BewerberInnen Vorerfahrungen in Tanztherapie bspw. in Einführungsseminaren sammeln. Die Fragen im Anmeldebogen dienen unserer Orientierung über die vorhandenen Erfahrungen.
Nach erfolgreicher Teilnahme schließt das Modul 1 mit einem Zertifikat der DGT ab. Dieses ist Voraussetzung für die Teilnahme am Modul 2, das mit dem von der DGT verliehenen Titel „LeiterIn für therapeutischen Tanz“ abgeschlossen werden kann.
Die Kultusministerien gewähren auf Antrag Fortbildungsurlaub für das Modul 1 und 2.
Es ist dringend erwünscht, dass die TeilnehmerInnen der Module die Mitgliedschaft in der DGT erwerben. Sie unterstützen dadurch die Arbeit der DGT und sind gleichzeitig sachgerecht und aktuell über das Feld der Tanztherapie informiert.
Dieses erste Seminar macht mit zentralen Arbeitsbereichen der Tanztherapie vertraut: der Bewegungs- und Körperwahrnehmung, dem Kontaktverhalten durch Bewegung, dem Bewusstwerden und der Erweiterung des Bewegungsrepertoire und des Ausdrucks. Übungs-, erlebnis- und konfliktzentrierte Aspekte des tanztherapeutischen Prozesses werden erarbeitet.
Schwerpunkt des Seminars sind zum einen der Aufbau des Körpers und seine Funktionszusammenhänge. Anatomisches Verständnis wird in der Verschränkung von Wahrnehmen, Bewegen und Bewusstmachen von subjektiven Erfahrungen lebendig vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Körperbild. Anhand des selbstgemalten Bildes vom Körper können sowohl bewusste wie unbewusste Einstellungen zum Körper entdeckt werden.
In diesem Seminar werden grundlegende Bewegungsqualitäten und Bewegungskonzepte vorgestellt (nach Laban, Schoop). Im Besonderen geht es darum, den emotionalen Gehalt und den Sinn dieser Grundqualitäten und Konzepte zu erfahren. Ein Verständnis von Bewegungsmöglichkeiten wird erarbeitet und deren therapeutische Wirkung erfahrbar gemacht. Dadurch kann Bewegungsverhalten differenzierter und klarer erlebt, erkannt und beschrieben werden. Dies soll den Weg zu einer tanztherapeutischen Verwendung von tänzerisch-technischen Bewegungselementen aufzeigen.
Folklore, Jazz, Moderner Tanz, Ballett, Höfische Tänze, Gesellschaftstanz, Afro: diese Tanzrichtungen erhalten ihre Besonderheit durch Prinzipien wie Ganzheit und Isolation, Kontraktion und Lösung, Beziehung zum Anderen und zur Gruppe, Kontakt zum Boden und durch das Verständnis von Ausdruck. Diese Konzepte werden durch beispielhaftes Arbeiten in ihrem Sinngehalt erfahren und die ihnen innewohnenden therapeutischen Möglichkeiten verdeutlicht.
Raum, Rhythmus, Dynamik, Linie, Spannung usw. Das bewusste Einsetzen dieser Elemente führt zur tänzerischen Gestaltung, zum Tanzausdruck. Die Gestaltung und die Improvisation werden in diesem Seminar mit kreativen Medien erarbeitet. Diese werden in ihrer Bedeutung für die Tanztherapie durchleuchtet.
Besprechung und Bearbeitung von Problemen aus den jeweiligen Arbeitsbereichen sowie Training von Leitungsverhalten sind Inhalte der Seminare. Es gibt die Möglichkeit, eigene Fälle und Arbeitssituationen vorzustellen und sowohl theoretisch als auch praktisch neue Informationen und Erfahrungen zu sammeln.
Bilanz und Rückschau über die 2-jährige Fortbildung.