Fachtagung „Integrative Tanztherapie“

16. September 2017 Deutsche Sporthochschule Köln


Liebe Interessierte der Tanztherapie, liebe Mitglieder und KollegInnen!

Wir laden Sie herzlich zu unserer Fachtagung „Integrative Tanztherapie“ ein und freuen uns, Ihnen ein vielfältiges Workshopprogramm anbieten zu können. ReferentInnen aus unterschiedlichsten Arbeitskontexten stellen aktuelle tanztherapeutische Themen in Theorie und Praxis vor. Am Samstagabend möchten wir gerne mit Ihnen tanzend feiern. Für das leibliche Wohl wird es ein Buffet und Getränke geben. Nach einem Eröffnungstanz wird uns ein DJ durch den Abend begleiten... Ende offen!

Programm

Samstag, 16.09.2017

10.00 – 10.15 Uhr Begrüßung
10.45 – 13.15 Uhr Parallele Workshops 1 - 5
13.15 – 15.30 Uhr Mittagspause
15.30 – 18.00 Uhr Parallele Workshops 5 - 9
18.15 – 19.15 Uhr Mitgliederversammlung
Ab 20.00 Uhr Tanzfest im Saal des Gästehauses

Tagungsadresse

Deutsche Sporthochschule DSHS Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Adresse für die Abendveranstaltung

DSHS – Gästehaus
Guts-Muths-Weg 1
50933 Köln

Tagungsgebühr/Gebühr

für den Tanzabend incl. Buffet und alkoholfreie Getränke

Für Mitglieder der DGT 90 € / Abendveranstaltung 30 €
Für Nicht-Mitglieder 120 € / Abendveranstaltung 30 €

Die Tagungsgebühr von 90 € / 120 €
(mit Abendveranstaltung 120 € / 150 €)
überweise ich aufdas Konto der DGT mit Vermerk „Fachtagung 2017“:
KSK Köln, IBAN: DE62 3705 0299 0156 0015 84
BIC: COKSDE33

Die Rücktrittbedingungen habe ich gelesen.
Mit meiner Anmeldung stimme ich zu, dass einige Fotos der Tagung und der Abendveranstaltung in der Zeitschrift „Forum Tanztherapie“ und im Intranet veröffentlich werden können.

Sie erhalten von der DGT eine Anmeldebestätigung per e-mail bzw. per Post, sobald die Tagungsgebühr auf dem Konto der DGT eingegangen ist.

Rücktrittsbedingungen

Bei Rücktritt vor dem 15. Juli 2017 erstatten wir Ihnen den Tagungsbeitrag (incl./excl. Abendveranstaltung) abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von € 25,00.
Bei Rücktritt nach dem 15. Juli 2017 bis 4 Wochen vor Tagungsbeginn werden Ihnen 50 % der Gebühren erstattet.
Bei Rücktritt innerhalb 4 Wochen vor Beginn kann die Erstattung nur erfolgen, wenn eine Ersatzperson von Ihnen oder durch die DGT gefunden werden kann. Hierbei entsteht eine Bearbeitungsgebühr von 25,00 Euro.
Wir bitten Sie, einen kurzfristigen Rücktritt auf jeden Fall mitzuteilen, damit das Büro eventuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Warteliste berücksichtigen kann.

Anmeldung

Anmelden zur Fachtagung 2017

Samstagvormittag, 16. September 2017

Begrüßung 10.00 Uhr
Heike Wippich 1. Vorsitzende

Workshops 10.45 – 13.15 Uhr

WS1: Der kleine und große Ärger, der Trotz, die Wut, der Zorn und alles was dazu gehört - eine tänzerische Annäherung an starke Gefühle
In meinem Workshop möchte ich Möglichkeiten anbieten, diese starken Gefühle in tänzerischen Formen zu erkunden. Darüber hinaus möchte ich Herangehensweisen aufzeigen, wie man sich diesen Gefühlen mit unterschiedlichen tanztherapeutischen Methoden nähern und eine Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten erarbeiten kann. Störungsspezifische Hinweise zu den Inhalten ergänzen den Workshop.

Elke Willke: Dr. phil., Dipl. Psych., Dipl. Sportl., Lehrtherapeutin und Supervisorin EAG/FPI und Ausbilderin/Supervisorin DGT, Jahrgang 1944, Studium von Sport und Tanz an der Deutschen Sporthochschule Köln, Studium der Psychologie in Tübingen, tanztherapeutische Ausbildung in den USA bei Joan Smallwood, Trudi Schoop u.a., Ausbildung in Gestalttherapie am Gestalt Institut/San Francisco. Abschluss in Integrativer Therapie und Lehrtrainerausbildung am Fritz Perls Institut (EAG/FPI), Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie (DGT), langjähriger Vorstand/Geschäftsführung.

WS2: Tanztherapie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Essstörungen
„Bauch rein, Brust raus, Lächeln…“ Essstörungen werden als Ausdrucksphänomene einer gestörten Beziehung zum eigenen Körper, zum Du und der Welt verstanden. Die Tanztherapie kann eine Brücke sein, die - basierend auf einer vertrauensvollen Beziehung - die Lust am Entdecken des eigenen Körpers weckt sowie dessen Möglichkeiten und Grenzen erfahrbar werden lässt. In diesem Workshop beschäftigen wir uns in Theorie und Praxis mit der Arbeit am Körperbild sowie übungs- und erlebnisorientierten Angeboten, die Jugendlichen in ihrer schwierigen Phase der Adoleszenz die nötige Sicherheit und doch Freiraum zur Entfaltung geben.

Marina Söthe: Dipl. Sportwissenschaftlerin, Tanzpädagogin, Integrative Tanztherapeutin DGT (cand.), Psychotherapie HPG, Weiterbildung in TFP (Transference-Focused-Psychotherapy), Körperpsychotherapeutin in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Uniklinik Köln (Spezialstationen für Essstörungen und Persönlichkeitsentwicklungsstörungen)

WS3: Freiraum – Spielraum – Beziehungsraum: Tanztherapie für Menschen mit depressiven Störungen
„Ich bin ja auch wer“. Dieses Zitat einer Patientin spiegelt den Ausdruck ihres Erlebens nach einer tanztherapeutischen Einheit wieder, in der sie einen Weg aus dem depressiven Rückzugsraum hin zur Kraft, zum Antrieb und zur Freude erspürt hat. Im Workshop möchte ich praktische tanztherapeutische Möglichkeiten vorstellen und reflektieren, wie Menschen aus der Rückzügigkeit und Niedergeschlagenheit zu mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit gelangen können, wie sie mit ihrer Kraft wieder in Kontakt kommen, ihre Grenzen erfahren und sich selbst vertreten können.

Barbara Große-Boes Integrative Tanztherapeutin DGT®, Psychotherapie HPG, langjährige klinische Erfahrung (Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik), freie Praxis in Recklinghausen.

WS4: Musik im Tanz und in der Tanztherapie
Die Auswahl von Musik für tänzerische und tanztherapeutische Kontexte stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Zum einen soll Musik in der jeweiligen Situation für die Tanzenden ansprechend und zugänglich sein, zum anderen soll sie eine zweckgebundene Aufgabe im tänzerischen oder therapeutischen Prozess erfüllen. Warum Musik uns so bewegt, welche Beziehungen zwischen den emotionalen Qualitäten von Musik und tänzerischer Bewegung bestehen, soll in diesem Workshop anhand beispielhafter Musiken erkundet werden.

Philipp Sander: Diplomsportlehrer (DSHS Köln), Choreograph, Tanzpädagoge, Lichtdesigner, Leiter für therapeutischen Tanz (DGT). Dozent an der DSHS Köln für Musik und Bewegung im Masterstudiengang Tanz (V.I.E.W.), Dozent an der Weber-Schule Düsseldorf (Berufskolleg für Gymnastik) für Gymnastik und Improvisation. Freiberufliche Lehrtätigkeit in Elementarer Tanz, Improvisation, Bewegungstheater / Spiel-Musik-Tanz.

WS5: Innehalten – Stille – Dasein (Teil 1)
„Auf steigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund
…..
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.“ (Conrad Ferdinand Meyer)

Aus der Stille und dem Innehalten kann Bewegt-sein und Bewegen erwachsen. Verbunden mit den Intentionen des Offen-Seins und Geschehen-Lassen entfalten sich die leiblichen Potenziale im Tanz. Wenn dies gelingt, eröffnet sich intensives, stärkendes und versicherndes Erleben der eigenen Leiblichkeit im Da-Sein. Wenn Sie wollen bringen Sie Lyrik-Zeilen mit, in denen solche Augenblicke festgehalten sind.

Heidrun Waidelich: Lehrtherapeutin für Integrative Bewegungs- / Tanztherapie FPI/DGT, C.M.A.-Laban Zertifikat New York, Tanztherapie-Ausbildung bei Trudi Schoop 1974-1990, Seit 1979 im Leitungsteam des Zentrums für Tanz, Therapie und Gestaltung e.V. in Tübingen, Psychotherapie HP, seit 2000 Dozentin für Körperdisposition am Institut für Musiktheater der Musikhochschule Karlsruhe, Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie.

Samstagnachmittag 15.30-18.00 Uhr

Workshops 15.30 – 18.00 Uhr

WS5: Innehalten – Stille – Dasein (Fortsetzung: Teil 2)

Heidrun Waidelich: Lehrtherapeutin für Integrative Bewegungs- / Tanztherapie FPI/DGT, C.M.A.-Laban Zertifikat New York, Tanztherapie-Ausbildung bei Trudi Schoop 1974-1990, Seit 1979 im Leitungsteam des Zentrums für Tanz, Therapie und Gestaltung e.V. in Tübingen, Psychotherapie HP, seit 2000 Dozentin für Körperdisposition am Institut für Musiktheater der Musikhochschule Karlsruhe, Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie.

WS6: Der heilsame Kontakt im Tango Argentino in der Arbeit mit SchmerzpatientInnen
Schmerz ist oft mit Enge auf der Ebene des Muskeltonus und des Atemgeschehens verbunden. Chronischer Schmerz kann zu emotionalem Rückzug und sozialer Isolation führen. Diese Faktoren beeinflussen und begünstigen einander in einer Negativspirale.
In diesem Workshop erforschen wir das Kontaktgeschehen im Tango Argentino unter dem Aspekt der vier Phänomene des Raumgefühls (Psychotonik nach Glaser): Verbindung, Stabilität, Konsens und Induktion. Die lustvolle Hinwendung zur Welt (Partner/in und Raum) erfordert eine ständige Anpassung des Tonus auf die aktuelle Situation und wirkt somit den krankmachenden muskulären, emotionalen und geistigen Mustern entgegen.

Larissa Losinger: Integrative TanztherapeutIn DGT®, Diplomierte Kunsttherapeutin (ED), Fachrichtung Bewegung und Tanz (OdA KSKV/CASAT). Seit 2014 als Tanz- und Bewegungstherapeutin an der Tagesklinik einer Psychosomatikabteilung in Bern und freie Praxis für Integrative Tanz- und Bewegungstherapie. Langjährige klinische Erfahrungen im psychiatrischen und neurologischen Bereich. Zurzeit Zertifikatlehrgang in der Psychotonik (Atem- und Bewegungstherapie nach Glaser).

WS7: Tanztherapie mit schematherapeutischen Aspekten
In diesem Workshop werden die inneren Anteile erforscht: der Eltern-Anteil, der fordert, verbietet und bewertet, der Kind-Anteil, der alle Gefühle beherbergt und der gesunde Erwachsene-Anteil. Wir erkunden die Anteile tänzerisch, entdecken diese bei uns selbst und beginnen mit der Dynamik unter den Anteilen zu spielen. So entdecken wir die Psychodynamik dahinter und können anfangen, einzelne Aspekte und dadurch die ganze Dynamik zu verändern. Was für eine Bewegung und Haltung braucht der Erwachsenen-Anteil, damit der Mensch mehr soziale und emotionale Kompetenz erlangen kann?

Andrea Du Bois, Dipl. Pädagogin, Integrative Tanztherapeutin (DGT/BTD), Heilpraktikerin für Psychotherapie; arbeitet seit 2000 in der Klinik Hohe Mark für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberursel, und in eigener Praxis; langjährige Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a.M., Dozentin und Referentin auf vielen psychotherapeutischen Kongressen.

WS8: Integrative Tanztherapie mit Kindern – im Tanz mit den Gegensätzen
Der wilder Troll und die sanfte Fee – die tanztherapeutische Arbeit mit Polaritäten ermöglicht Kindern neue Bewegungs- und Ausdruckserfahrungen zu machen. Im Spiel mit und zwischen den Extremen können Kinder ihre Potenziale ausloten, neue Seiten an sich entdecken, unterdrückte Persönlichkeitsanteile integrieren sowie Ausdruck und Regulation von unterschiedlichen Emotionen erlernen. Im Workshop werden wir auch auf die unterschiedlichen Krankheitsbilder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eingehen und erarbeiten, welche leiblichen Erfahrungen jeweils unterstützend und hilfreich sein können.

Tanja Nylander: Dipl. Bühnentänzerin, Leiterin für therapeutischen Tanz, Integrative Tanztherapeutin DGT/FPI cand., Psychotherapie HPG, Tanztherapeutin in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in freier Praxis.

WS9: Stockkampfkunst und die Wirkung von Kraft und Rhythmus im Tanz
In diesem Workshop werden Tanz, Rhythmus, Kampf und Spiel verbunden: Mit armlangen Stöcken erleben wir die rhythmischen Aspekte der Stock-Kampf-Kunst. Einzelne Schläge werden mit verschiedenen PartnerInnen koordiniert und es entsteht eine dynamische Mischung aus Klang und Rhythmus, aus Bewegung, Kampf und Spiel. Im Workshop wird die therapeutische Wirkung des Mediums „Stock“ mit seinen Möglichkeiten reflektiert.

Ursula Espeter: Geschäftsführende Gesellschafterin Tabalingo gUG, Geschäftsführerin Tabalingo Sport & Kultur integrativ e.V., Leiterin für therapeutischen Tanz (DGT), Tanzpädagogin (AfT), Stockkampfkunst (Fortbildungszertifikat),1. Dan Ju Jutsu (Fachübungsleiterin), Bankkauffrau.
TABALiNGO-Aktivitäten: Geschäftsführerin, Abteilungsleiterin Sport & Kultur; Trainerin Kreatives Tanzen, Schwarzlichttanztheater, Stockkampfkunst, Fußball/Ballspaß, Theater, Bildungszugabe, Projekte

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